Einleitung
Wenn man sich mit Hunden beschäftigt, stellt man schnell fest, dass es eine Vielzahl von Hunderassen und Hundetypen gibt. Einige von diesen werden mehr oder weniger organisiert gezüchtet, andere haben sich quasi von selbst in bestimmten Regionen etabliert (wie z.B. Paria-Hunde in Thailand oder Straßenhunde im Süden).
Die organisierte Zucht findet zumeist in sogenannten Rassehundezuchtvereinen statt. Diese gehören in der Regel einem nationalen Zuchtverband an, der wiederrum international einem weiten Dachverband angehört. Diese Verbände schreiben vor, wie ein Hund einer bestimmten Rasse äußerlich und vom Charakter sowie seiner Eignung nach (bei Gebrauchshunden) beschaffen sein sollte. Nur Hunde, die diese Kriterien erfüllen, erhalten Papiere (eine sogenannte Ahnentafel), um ihre Abstammung nachzuweisen, und werden in das Zuchtbuch aufgenommen, was die Voraussetzung ist, um in der Zucht eingesetzt zu werden. Genau genommen handelt es sich nur dann um einen Rassehund, wenn er eine Ahnentafel eines anerkannten Rassehundezuchtvereins hat, der entsprechenden nationalen und internationalen Verbänden angehört. Denn auch jede Privatperson kann einem Hund einen Ahnennachweis schreiben, der allerdings nicht wirklich etwas beweist.
In Deutschland ist der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. führend in der Rassehundezucht. Er ist Mitglied in der Fédération Cynologique International (FCI), dieser gehören fast alle großen nationalen Zuchtverbände bis auf die USA, Kanada und Großbritannien an. Wer also Wert darauf legt, einen echten Rassehund zu besitzen, sollte darauf achten, dass sein Hund VDH-Papiere hat. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich im Grunde genommen, um einen Hund vom Typ der Rasse XY, aber nicht um einen echten Rassehund.
Es gibt Hunderassen, die seit Jahrhunderten in bestimmten Regionen nach bestimmten Kriterien gezüchtet werden, aber trotzdem (noch) von keinem Verband als Rasse anerkannt wurden und demnach keine Papiere haben.
Das Hundelexikon hier orientiert sich an der Einteilung der Hunderassen nach den Regeln der FCI in Gruppen und Sektionen, die jedoch um die Hunderassen, die des Weiteren als Lokalschläge oder Rasse-Typen bezeichnet werden, ergänzt werden.
Die Zuordnung der Rassen kann bei der FCI www.fci.be eingesehen werden.
Systematik und Benutzung der Enzyklopädie
Jede Hunderasse wird in einem Steckbrief kurz beschrieben. Der Steckbrief enthält Angaben zu weiteren Namen, Herkunftsland, FCI-Zuordnung, Größe, Gewicht, Haarart, Fellfarbe und Besonderheiten der Rasse. In der Regel ist dem Steckbrief mindestens eine Abbildung und eine Kurzbeschreibung angegliedert. Mit einem internen Link gelangt man vom Steckbrief zu einem ausführlichen Portrait der Rasse, wenn nähere Informationen gewünscht werden. Dort finden sich z.B. Erläuterungen zum Ursprung, der Verwendung, dem Charakter, den Ansprüchen an den Halter, Gesundheit der Rasse, Erfahrungen, Tipps und Hinweise. Des Weiteren gibt es dort Empfehlungen zu weiterführender Literatur, Informationsquellen und Adressen, wie z.B. auf diese Rasse spezialisierte Tierheime oder zuchtbuchführende Vereine und Vieles mehr.
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